Prestigeobjekte werden über Schulden finanziertSo soll der Nollbach in Rech auf einer Strecke von rund 150 Metern mit Kosten von 257 000 Euro in Rohre gelegt werden, wovon über 51 000 Euro aus der VG - Kasse kommen. Dies passt weder unter ökologischen noch unter finanzpolitischen Gesichtspunkten in die heutige Zeit. Für die Tourismuswerbung soll auch in 2005 ein Betrag von insgesamt 83 000 Euro bereitgestellt werden, obwohl kein überzeugendes neues Konzept vorgelegt werden konnte. Mit ein wenig Gesichtskosmetik versucht man jetzt die leistungsschwachen Strukturen der Vergangenheit etwas aufzupeppen, wird aber dann im alten Trott fortfahren. Die Übernachtungszahlen in der VG sind seit rund zehn Jahren fast kontinuierlich rückläufig, trotz "manigfaltiger" Werbeausgaben. Das Ziel für die Zukunft kann doch nur heißen: Fremdenverkehrsbetriebe engagiert Euch - Gemeinde trete den schrittweisen Rückzug an. Die dickste "Tourismusinvestition", besser Subvention, im Haushalt soll dem Aus- und Umbau der Naturschutzjugendherberge im Langfigtal zu Gute kommen. Ohne die genauen Pläne des Umbaus überhaupt zu kennen, wurden hierfür 50 000 Euro zur Verfügung gestellt, insgesamt soll dieses Projekt in den nächsten beiden Jahren mit 250 000 (?!) Euro unterstützt werden. Der Presse durfte man aber schon entnehmen, dass hier großzügige Tagungs- und Speiseräume im "Managerstil" geplant sind. Es stellt sich die Frage, ob die VG hier nicht einseitig eine Jugendherberege unterstützt, die langfristig der örtlichen Hotelerie, die eh schon mit Existenzproblemen zu kämpfen hat, Konkurrenz macht. Tasache bleibt: die VG spielt für die Naturschutzjugendherberge den netten, reichen Onkel. Finanziert wird der Spaß über einer Erhöhung der Umlage von 37,5% auf 43 %, mit der die Ortsgemeinden die Verbandsgemeinde finanzieren. Für die Ortsgemeinden kommt erschwerend hinzu, dass gleichzeitig die Kreisumlage von 35,5% auf 37,25 % erhöht wird. Obwohl unser aller Landrat ständig vom Sparen redet, bereist er ständig unsere Lande und überreicht jedem noch so kleinen Verein ein üppiges Geldgeschenk in Form eines pressewirksamen Schecks. Von Sparsamkeit kann also weder bei der VG-, noch bei der Kreis CDU die Rede sein. Wohl aber bei den letzten in der Reihe, nämlich den Ortsgemeinden.Bei der Ortsbürgermeister - Dienstversammlung am 6. Dezember legten mehrere der Herren dar, dass sie ihre Haushalte nicht oder nur unter allergrößten Schwierigkeiten aufstellen könnten. In der VG-Ratssitzung am 16. Dezember erklärte Verbandsbürgermeister Haag, dass mehrere Ortsbürgermeister Einspruch gegen den VG - Haushalt eingelegt hätten - ein einmaliger Vorgang. Auch die Wortmeldungen der anwesenden Ortsvertreter hätten eigentlich alle Ratsmitglieder zum Nach- und Umdenken bewegen müssen. Für uns ist ganz klar auf welch schwachen Füssen eine Verbandsgemeinde steht, wenn die Ortsgemeinden nicht hinter den Entscheidungen des VG - Rates stehen und diese mittragen können. Die Ortsgemeinden sind zum Teil schon heute nicht mehr handlungsfähig und dieses selbst (mit)verschuldete Schicksal droht auch der Verbandsgemeinde. Wir lehnen es entschieden ab, die Verbandsgemeinde Altenahr finanziell an die Wand zu fahren und fordern einen einschneidenden Sparkurs. Hier erhalten Sie weitere Informationen: www.altenahr.de |