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Aktuelles aus Kreisverband und Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Zurück zu „Bäder-,Wein- und Wunderland“?

Bündnis 90/Die Grünen im Kreistag und im Stadtrat von Bad Neuenahr-Ahrweiler erwarten von Landrat Dr. Pföhler und Bürgermeister Dr. Tappe eine Klärung der Situation in der Tourismus und Service GmbH. Wenn der Bürgermeister für die TSG im jetzigen Zustand keine Zukunft mehr sieht, ist für die beiden kommunalen Spitzenbeamten dringender Handlungsbedarf gegeben. Ein „Gipfeltreffen“ muss die Situation bereinigen. Das von Wilhelm Josef Sebastian anvisierte Jahresende ist angesichts der Bedeutung des Themas und der von Stadt und Kreis investierten Zuschüsse kein Termin zur Lösung, sondern lediglich zur Vertagung des Problems.

Die Kreisstadt und der Landkreis sind die maßgeblichen Geldgeber der TSG. In beiden Gebietskörperschaften hat die CDU das absolute Sagen. „Was also hindert Landrat und Bürgermeister, Probleme und Hindernisse aus dem Weg zu räumen“, erwartet Wolfgang Schlagwein angesichts der Bedeutung des Fremdenverkehrs im Kreis eine baldige Lösung. Der jetzige Zustand könne wohl kaum als „normale Arbeit“ (Wilhelm Josef Sebastian) betrachtet werden und bis zum 31. Dezember so weitergehen, wie sich dies der Tour-Vorsitzende vorstellt.

Wenn ein maßgeblicher Gesellschafter die Fremdenverkehrsförde-rung durch die TSG gut drei Jahre nach der Gründung nicht ausreichend erfüllt und keine Zukunftsperspektive sieht, steht die TSG ins-gesamt in Frage. Die Kreisstadt könnte damit noch leben. Zwar mehr schlecht als recht, aber angesichts der zu Tage tretenden Mißstände besser als jetzt. Für den Kreis wäre die Rückkehr zu „Bäder-, Wein- und Wunderland“ jedoch fatal.
Es zeichnet sich ein erneuter und herber Rückschlag für das Ziel, das Potential des Kreises für den Wettbewerb der Regionen zu bündeln, ab.
„Wenn nach zum Scheitern der kreisweiten Wirtschaftsförderung nun das Aus für die kreisweite Fremdenverkehrsförderung hinzu kommt, ist das Ziel eines gemeinsamen Auftretens der Region gründlich ge-scheitert und wohl auf lange Zeit vom Tisch“, hofft Schlagwein noch auf die fehlende Zukunftsperspektive nach einem „Gipfeltreffen“.
Im Geschäftsbericht 2001 der TSG war deren Gründung noch als „maßgebliche Verbesserung der Marketingaktivitäten“ gefeiert wor-den.
Davon kann wohl derzeit keine Rede mehr sein, so Schlagwein.

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