Neben der Solarenergie jetzt „Öl fördern"Im Kreis Ahrweiler wächst jährlich eine nutzbare Biomasse heran, die dem Energiewert von 10 – 20 Millionen Litern Heizöl entspricht. Dieses Potential sollte sich der Kreis möglichst bald erschließen. Das Vorhaben von Landrat Dr. Pföhler, noch in diesem Jahr alle geeigneten kreiseigenen Dächer mit Photovoltaikanlagen auszurüsten, findet als erster großer Schritt hin zu den erneuerbaren Energien die Anerkennung der Grünen. Die Finanzierung der Vorarbeiten für das Solarstromprojekt ist dank einer Haushalts-stelle für erneuerbare Energien gesichert, die der Kreistag auf Antrag der Grünen im Dezember für den Haushalt 2005 eingerichtet hatte.
In einem Schreiben an Dr. Jürgen Pföhler bestärkt der Sprecher der Grünen im Kreistag, Wolfgang Schlagwein, den Landrat, auf dem jetzt eingeschlagenen Weg weiter zu gehen. Auch der Kreis Ahrweiler müsse sich ins neue Energie-Zeitalter aufmachen. Als nächster Schritt stehe aus Sicht der Grünen-Fraktion nun die Erschließung der wirtschaftlich nutzbaren Biomasse im Kreis an. „Nach der Wind- und jetzt der Solarenergie wird nach unserer Überzeu-gung in den kommenden Jahren auch die Energie aus Biomasse einen bedeutenden Sprung nach vorn machen“, heißt es in dem Schreiben. Schlagwein weist darin auf eine landesweite Studie hin, die bis auf Kreisebene herab die regional nutzbare Biomasse untersucht habe. „Die beteiligten Fachleute um Prof. Heck vom Umweltcampus in Birken-feld stehen den Kreisen und Kommunen, aber auch anderen regionalen Akteuren für eine Beratung und Initiierung konkreter Projekte zur Ver-fügung“, regt Schlagwein an. Möglichst bald sollten Gespräche geführt werden, um Perspektiven und Projekte für den Kreis Ahrweiler zu er-mitteln. Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für den Vormarsch der erneuer-baren Energien seien zwar jetzt gegeben. „Der Erfolg tritt aber nur ein, wenn vor Ort die Projekte organisiert werden, wie Ihre Initiative, aber auch die des Rhein-Gymnasiums Sinzig in anerkennenswerter Weise gezeigt haben. Den jetzt mit der Photovol-taik eingeschlagenen Weg sollten wir mit der Biomasse fortsetzen“, schreibt Schlagwein an den Landrat und weist dabei auf die erheblichen Impulse hin, die durch die entsprechenden Investitionen insbesondere für Handwerk und Gewerbe sowie die Land- und Forstwirtschaft im Kreis ausgelöst werden. |