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Aktuelles aus Kreisverband und Kreistagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

SPNV lässt wichtige Fragen im Zusammenhang mit der Ahrtalbahn unbeantwortet

In scharfer Form wenden sich Bündnis 90/Die Grünen im Kreis Ahrweiler jetzt gegen eine Pressemitteilung des Schienenpersonenzweckverbands Nord (SPNV). „Statt mit Unwahrheiten gegen die Kritiker der Zugausfälle vorzugehen, sollte der SPNV für eine vertragsgemäße Bedienung sorgen“, so Wolfgang Schlagwein, Sprecher der Grünen im Ahrweiler Kreistag.

„Der SPNV macht sich lächerlich, wenn er behauptet, wir Grüne hätten die Einstellung des Zugverkehrs gefordert. Das Gegenteil ist der Fall: Wir verlangen seine Aufrechterhaltung. Schon im Oktober hatten wir in Anwesenheit von Verbandsdirektor Dr. Ing. Thomas Geyer die unübersehbaren Zugausfälle und überfüllten Züge im Arbeitskreis ÖPNV des Kreistages angesprochen. Doch danach war der SPNV nachweislich monatelang nicht in der Lage, Abhilfe zu schaffen. Statt dessen stiegen die Ausfälle von Zügen in Doppeltraktion drastisch an: Von acht Prozent im September auf 34 Prozent im Januar, wie der SPNV auf unsere Nachfrage nun selbst eingestehen muss. Sechs Monate lang wurde es schlimmer statt besser “, stellt Schlagwein fest.

„Wir waren es, die dann die inzwischen unhaltbar gewordenen Zustände im Februar an die Öffentlichkeit brachten. Aber statt mit uns im Interesse der Bahnkunden an einem Strang zu ziehen, nimmt der SPNV nun Unwahrheiten zu Hilfe und macht Die Grünen zur Zielscheibe. Ihm ist offenbar nicht peinlich, wenn jetzt, nach einem halben Jahr stetig steigender Ausfälle, Ersatzzüge aus den Bahnmuseen den Betrieb aufrecht erhalten.

Bündnis 90/Die Grünen bestehen weiter auf einer Aussage des SPNV, welche Vertragsstrafen die Ausfälle nach sich ziehen. Bisher weicht der SPNV dieser Frage aus. „Wahrscheinlich müssen erst Berliner S-Bahn-Verhältnisse eintreten, bis dem Zweckverband Zähne wachsen“, fürchtet Schlagwein.

Der Zweckverband, in dem die Landkreise des nördlichen Rheinland-Pfalz zusammengeschlossen sind, bestellt und bezahlt die Leistungen der Ahrtalbahn und kontrolliert nach eigenen Angaben „die Qualitätsparameter wie Pünktlichkeit, Sicherheit und Sauberkeit“ in den Bahnen. 2007 bestellte der SPNV Schienenverkehrsleistungen von mehr als 130 Millionen Euro.

Am 3. März kam es nach Informationen der Grünen erneut zu Zugausfällen, diesmal nach einem bahninternen Telegramm „wegen Personalmangel“. Da sei es kein Wunder, so Schlagwein, dass der SPNV der Bahn und sich selbst nicht so recht trauen will: Eine Verbesserung „müsste“ bis Mitte Juni eintreten, heißt es in der Presseerklärung des SPNV vielsagend.

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