Missverständnis oder gezielte Desinformation?Reichlich irritiert verfolgt die Stadtratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kreisstadtecho den Meinungsaustausch zwischen der Stadtverwaltung Bad Neuenahr-Ahrweiler und der Hortinitiative 20 plus.
„Noch im Dezember 2003 haben wir auf Anfrage bei der Stadtverwaltung zur Hortsituation die Antwort erhalten, dass alle Anmeldungen berücksichtigt werden konnten und im übrigen von den 60 Hortplätzen noch vier frei wä-ren“, wundert sich Ute Reuland, Vertreterin der Grünen im Auschuß für Ju-gend, Kultur und Soziales.
„Wenn jetzt der Hort im Blandine-Merten-Haus (der einzige in der Stadt), mit 65 statt 60 Kindern belegt ist und weiteren 16 oder 18 Kindern eine Absage-erteilt werden musste, fehlen da mindestens 21 Plätze – Rechtsanspruch hin oder her“, rechnet Ute Reuland. Falls die Anmeldungen im Dezember nicht schon vorlagen, bedeute dies auf jeden Fall , dass sich die Stadt und das Jugendamt in ihrer Bedarfskalkulation schwer verrechnet hätten.
„Wenn man in einer Stadt Steuerzahler ansiedeln will, kann man nicht gleichzeitig in der Bedarfsermittlung für Kinderbetreuung ein Einkommensni-veau nach dem Bundessozialhilfegesetz heranziehen“, so Wolfgang Schlagwein für die grünen im Stadtrat.
Für viele Familien mit Kindern wird es nach Einschätzung der Grünen zunehmend schwieriger, ein ausreichendes Einkommen zu erwirtschaften. Die Einrichtung eines Hortes in Ahrweiler – in räumlicher Nähe zu der Grundschule – wäre daher eine richtige und auch für die Zukunft gute Ent-scheidung. |