Noch stehen die Bäume, die Sie hier sehen.Arbeiten am Landgrafentunnel haben begonnen
Bäume der Ahrallee im Tunnelbereich werden in Kürze fallen
Noch stehen die großen Bäume der Allee links der Ahr im Bereich der Landgrafenbrücke. Bald werden sie dem Tunnel weichen, durch den der Rad- und Fußweg entlang der Ahr unter die Landgrafenstraße verlegt wird. Die inzwischen eingerichtete Baustelle gibt einen guten Eindruck über die Dimension des Tunnelbaus, der zusammen mit dem Neubau der Landgrafenbrücke, nach derzeitigem Stand, über 1,8 Millionen Euro kosten soll.
„Nur noch kurze Zeit besteht Gelegenheit, diesen Abschnitt der Ahrallee vor dem Kahlschlag zu erleben“. Darauf weisen Bündnis 90Die Grünen hin, die den Tunnelbau von Anfang an ablehnten. Aufmerksam registrierten Die Grünen in der Juli-Sitzung des Stadtrates deshalb die neuen Kostenangaben, die im Vergleich zu den bisherigen Zahlen aus der städtischen Haushaltsplanung deutlich reduziert sind. Gegenüber den geplanten 2,7 Millionen Euro soll das Brücken- und Tunnelbauwerk jetzt rund 1,8 Millionen kosten. Als Grund gab die Stadtverwaltung vor allem gesunkene Stahl- und Stahlbetonpreise an. Dies verwunderte zumindest Die Grünen-Fraktion im Stadtrat, war doch die Kostensteigerung der Außengebietsentwässerung Kirchdaun wenige Wochen zuvor mit einer Verteuerung der Rohstoffpreise begründet worden. Verwirrt von solch gegensätzlicher Argumentation, sah sich Wolfgang Schlagwein, Sprecher der Grünen im Rat, darauf hin die Erzeugerpreise für Walzstahl, Blank- und Bandstahl sowie Beton- und Zementerzeugnisse an. Auf Basis der Daten des Statistischen Bundesamtes vom Mai 2006 sind diese Preise zum Vorjahr um 0,9% (Stahlerzeugnisse) bzw. 0,7% (Walzstahl) gestiegen. Blank- und Bandstahl ist um 1,5% gefallen, Beton- und Zementerzeugnisse um 0,4%. Die Grünen rätseln jetzt, wie wohl mit Preisschwankungen um die 1%-Marke eine Kostensenkung um „satte 40%“ zu begründen ist Und fast zeitgleich eine Kostensteigerung über 30%, wie bei der Außengebietsentwässerung. Da hatte die Verwaltung besonders den „gestiegenen Goldpreis auf dem Weltmarkt“ angeführt.
28.08.2006  |