Schadensbegrenzung für die Remagener InnenstadtAuf erneut zwei Sitze im Remagener Ortsbeirat hoffen die Remagener Grünen. Bei der Aufstellung ihrer Kandidatenliste wurden in der „Casa Antonio Lopez“ am Wochenende in Remagen Fokje Schreurs und Rüdiger Finger auf die Plätze eins und zwei gewählt. Auf Platz drei der Kandidatenliste folgt der Grünen-Stadtrat und Fraktionssprecher der Umweltpartei, Frank Bliss, und auf Platz vier Mustafa Kocak. Auf die weiteren Plätze wurden gewählt Stadtratsmitglied Karin Keelan, ferner Sylvia Küchler, Holger Drosdatis, Joachim Günther und Stanford Keelan, Andrea Schulze, gefolgt von Stadtratsmitglied Antoni Lopez und Joy Hancock. Mit der Physiotherapeutin und langjährigen Remagenerin Fokje Schreurs steht damit erstmals eine EU-Bürgerin auf dem wichtigen Platz eins einer Remagener Kandidatenliste. Wieder um den Einzug in den Ortsberat bewirbt sich der Arzt Dr. Rüdiger Finger. Mit etwas Optimismus sieht sich auch Frank Bliss, Spitzenkandidat der Grünen für den Remagener Stadtrat, in den Ortsbeitrat einziehen, denn: „Wir haben uns immer konsequent für die Interessen der Innenstadt eingesetzt und als einzige Fraktion im Stadtrat die Verlagerung des Einzelhandels aus dem Zentrum weg auf die Grüne Wiese oder auf das Bechergelände stets abgelehnt“, so die Kandidaten der Grünen in einer gemeinsamen Presseerklärung. „Durch die Verlagerung wichtiger Einzelhandelsbetriebe weg aus der Fußgängerzone ist Remagen - wie im übrigen durch die massive neue Konkurrenz auch Kripp - großer Schaden entstanden. Die Bürgerinnen und Bürger stehen einem deutlich reduzierten Angebot an Läden in der Innenstadt gegenüber. Die Inhaber der verbliebenen Geschäfte sind ebenfalls Opfer einer Politik, die für Investoren alles getan hat, für das heimische Gewerbe nichts“, so die Remagener Grünen. „Was jetzt getan werden muss ist Schadensbegrenzung. Eine strenge Kontrolle der Waren in den ausgelagerten Supermärkten, damit durch schleichende Erweiterung der Angebote dort nicht auch noch die verbliebenen Läden in der Innenstadt kaputt gemacht werden“, heißt es im Wahlaufruf der Grünen. Zudem wollen die Grünen jede Möglichkeit genutzt wissen, Geschäfte und Hausbesitzer in der Innenstadt durch Förderprogramme zu unterstützen. „Wer in der Innenstadt ein Haus saniert und verschönert, soll dafür belohnt und nicht stattdessen wie von der Verwaltung geplant durch nachträgliche Anliegerbeiträge für die Stadtsanierung bestraft werden“, sind sich die Grünen einig. Weitere Ziele der Umweltpartei für Remagen sind die vielfältige Nutzung der neu gestalteten Rheinpromenade durch die Bürgerinnen und Bürger und ihre wirtschaftliche Belebung sowie eine bürgerfreundliche Stadt mit einem Nebeneinander von Fußgängern, Radfahrern und Kraftfahrzeugen. Remagen soll noch stärker barrierefrei werden. So setzen sich die Grünen für einen behindertengerechten Zugang zum Ratssaal ein und dafür, dass Menschen im Rollstuhl, ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger oder Personen mit Kinderwagen ungehindert überall hinkommen können. Die Ziele der Grünen für Remagen umfassen auch eine Beruhigung der B9 im gesamten Stadtgebiet, d.h. die Anlage von Überquerungshilfen über die Straße, ferner gesicherte Fußwege, damit die Bevölkerung westlich der Bundesstraße nicht von der Kernstadt abgeschnitten wird. Dabei wollen die Grünen weiterhin eisern auf Haushaltsdisziplin achten, „damit nicht unsere Kinder die Zeche unserer Ausgabenpolitik bezahlen müssen“.
Foto der Anlage: Die Spitzenkandidaten der Remagener Grünen für den Ortsbeirat Remagen: Fokje Schreurs (2. von rechts) und Rüdiger Finger (Bildmitte) zusammen mit Antonio Lopez, Frank Bliss, Karin Keelan und Stanford Keelan.
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Rat der Stadt Remagen  |