Sinzig braucht erneuerbare Energien, auch in den städtischen Gebäuden!Es war eine große Chance vor den Sommerferien in der Turnhalle eine Holzhackschnitzelheizung im Wärmeverbund einzubauen. Erneuerbare Energien hätten verstärkt in den Sinziger öffentlichen Gebäuden eingesetzt werden können. Die Chance ist vertan. Es wird doch wieder eine normale Gasheizung.
Alle sprechen vom Klimawandel. Die Zahlen sind bekannt. Wir wissen, in Rheinland Pfalz gab es eine Erhöhung des CO2 Ausstoßes um 24% seit 1990.
Der Rat der Stadt Sinzig hat bereits 2004 beschlossen, ein Energiemanagement-Konzept für die öffentlichen Gebäude zu erarbeiten. Die Grünen haben den Antrag eingebracht und immer wieder Vorschläge gemacht wie man Vorgehen könnte. Die Nutzung erneuerbarer Energieträger, ein sparsamer Energieeinsatz z.B. durch eine optimale Wärmedämmung und optimale Heizungssteuerung sind wesentliche Elemente.
Für den Kreis Ahrweiler gibt es einen Biomasse-Masterplan, nach dem wir große Mengen Energie aus Biomasse beziehen können. Auf Öl umgerechnet macht dies 20 Millionen Liter aus. Sinzig hat viel Wald, der viel stärker als bisher zur Energieerzeugung genutzt werden kann. Eine große Chance läge deshalb in der Installation umweltfreundlicher Anlagen zur Wärmeerzeugung - z.B. Holzhackschnitzel- bzw. Holzpelletheizungen – in der Barbarossaschule, dem Sinziger Schloss, Turnhallen und Kindergärten. Sogar ein Wärmeverbundsystem zwischen diesen Gebäuden würde sich lohnen – Innovative Technik, die langfristig dazu beitragen würde, die Energiekosten der Stadt zu senken. Die Nutzung erneuerbarer Energieträger wie Holz aus der Region hätte zudem einen positiven Effekt auf den hiesigen Arbeitsmarkt: der Anbau und die Verarbeitung des Holzes und anderer Energieträger schafft Arbeitsplätze und bringt Geld in die Kassen der Stadt.
Die Grundlagen sind erarbeitet, die Transferstelle Bingen hatte mehrere Gutachten erstellt, jetzt muss die Stadt Sinzig den Mut aufbringen, entsprechende Maßnahmen umzusetzen. Da werden Sachzwänge vorgeschoben um den Einbau der Holzhackschnitzelheizung in der Turnhalle zurückzuweisen: „Keine Anlage zu bekommen“, Übergangslösungen wie zum Beispiel der Einbau eines gebrauchten oder gemieteten Kessels werden nicht geprüft. Wusste niemand, dass die Anlage bald kaputt geht? Seit 2003 sind die Gaspreise um satte 43 % gestiegen. Vor diesem Hintergrund ist die Umstellung auf Biomasse zur Wärmeerzeugung ökologisch und ökonomisch interessant. Die Energiepreise belasten immer mehr unseren städtischen Haushalt!
Wieder wurde eine Chance vergeben auf erneuerbare Energien umzusteigen. |