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Neue Energien für AW

Der Wechsel von fossilen zu solaren Ressourcen (auch die Biomasse ist letztlich solare Energie) wird für die Landwirtschaft nach Jahrzehnten des Rückzugs einen erheblichen und andauernden Bedeutungsgewinn hervorbringen und damit Arbeitsplätze in den ländlichen Raum zurückholen. Unser Landkreis hat keine Vorkommen an Erdöl und Erdgas, hat keine Uranvorkommen, keine Steinkohle, keine Braunkohle. Aber wir haben Sonne, wir haben Wind, wir haben Biomasse, Biomasse in allen Formen und Farben.
Deshalb soll uns eine Energiewirtschaft willkommen sein, die auf diese Energieträger setzt. Energieträger, die unser Kreis anzubieten hat, um dafür an der Wertschöpfung entsprechend beteiligt zu werden.
Die Bundesrepublik ist inzwischen weltweit an erster Stelle nicht nur beim Ausbau der Windenergie, sondern auch der Photovoltaik. Die Erneuerbaren haben 2004 einen Umsatz von 11,5 Milliarden Euro generiert. Unser Auftrag lautet, den Kreis Ahrweiler an dieser Entwicklung zu beteiligen. Martin Lamm bei einer Anhörung zum „Regionalplan erneuerbare Energien“ des südl. Oberrhein hat kürzlich ein Plädoyer für die Solarenergie abgegeben. Der Mann ist Präsident der dortigen Handwerkskammer und weiß, was für ein Auftragsvolumen hier für das örtliche Handwerk und Gewerbe generiert wird.
Im Kreis gibt es aber über 36.000 Wohngebäude. Im Mittel sind in den vergangenen Jahren rund 400 Wohngebäude im Kreis neu erstellt worden. Die Grünen haben einmal überschlägig berechnet, was es bedeutet, die geeignete Altgebäude nach und nach und die Neubauten gleich mit Kollektoren zur solaren Warmwasserbereitung auszurüsten. Jährlich würden so 7 Millionen Euro investiert und etwa 100 Arbeitsplätze gesichert (berechnet auf Basis einer Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung für die „Neue-Energie-Region Rhein-Neckar 2001). Eine Windenergieanlage neuester Bauart bringt auf einer Grundfläche von 5 ha einen Pachtertrag von rund 20.000 Euro. Den Gemeinden fließen daneben Einnahmen aus Gewerbesteuer sowie anteilmäßig aus Einkommen- und Umsatzsteuer zu.
Erhebliche Effekte bringen ebenfalls die verstärkten Anstrengungen zur Senkung des Energieverbrauchs. Sie sparen nicht nur Kosten für private Verbraucher oder Unternehmen, sondern sichern ebenfalls Arbeitsplätze. Im Bundeshaushalt 2005 stehen für die Förderprogramme „Gebäudesanierung“ und Niedrigenergiehaus“ 160 Mill. Euro zur Verfügung. Seit dem Programmstart 2001 wurden 60.000 Kredite mit über 362 Mill. Euro zur Sanierung von 166.000 Altbauwohnungen vergeben, seit Mai 2003 2727 Energiesparhäuser mit 168 Mill. Euro gefördert. Bundesweit sichert dies beim Bau 20.000 Arbeitsplätze/Jahr.

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